Normandie 2010 | Tag 6

Tag 6 | Kriegsgeschichte intensiv

An unserem aktuellen Standort, Colleville-sur-Mer, lagen wir relativ zentral am Omaha Beach. So hatten wir uns für den heutigen Tag dann auch vorgenommen, einige weitere historische Standorte und berühmte Museen im Osten und im Westen zu besuchen. In Arromanches stand beispielsweise das D-Day Museum und das 360° Kino auf dem Programm. Das Museum ist ansprechend gemacht. Darin sind Modelle des künstlichen Hafens ausgestellt, welcher nach der Landung am D-Day gebaut wurde. Die Führungen finden abwechslungsweise in diversen Sprachen statt. Zusätzlich können einige originale Uniformen, Werkzeuge und Waffen bestaunt werden. Durch die grosse Fensterfront des Museums-Gebäude, hat man die Möglichkeit, viele Bilder direkt mit der heutigen Aussicht zu vergleichen. Das 360° Kino befindet sich erhöht über der Stadt – ein Besuch lohnt sich für jeden, der keine Schwindelgefühle empfindet und intensive Bilder problemlos sehen kann. Das Kino zeigt einen ca. 20-minütigen Film mit Original-Aufnahmen vom Krieg, jeweils im Vergleich zur heutigen Zeit. Zusätzlich zur Schwierigkeit, in welche Richtung man nun sehen soll, kommt die Tatsache, dass die Bilder aus Hubschraubern und Flugzeugen gefilmt wurden, was einem das Gefühl gibt, den Boden unter den Füssen zu verlieren. Für kleinere Kinder sind die Bilder nur eingeschränkt zu empfehlen. Man sieht da und dort schonmal Details, die man den Kleinen nicht unbedingt zumuten muss. Auf der Höhe des Kinos wird einem ein schöner Überblick über Arromanches und die verbleibenden Reste des künstlichen Hafens gewährt.
Die nächstgelegene Sehenswürdigkeit befand sich für uns in Longues-sur-Mer. Dort sind nach wie vor die Verteidigungs-Batterien vorhanden und dies in erstaunlich gutem Zustand. Zumindest die Geschütz-Stellungen, die im Krieg nicht bombardiert wurden sehen noch fast aus wie neu, abgesehen von den verrostenden Geschützen darin. Etwas zurückgesetzt von der Küste gewährt der Platz dennoch einen guten Überblick über den Ort und den gesamten Strandsektor Omaha.
Der darauf folgende Besuch in Port-en-Bessin hätten wir uns sparen können. Der Ort bietet sowohl in geschichtlicher, wie auch jeder anderen Hinsicht nicht sonderlich viel. Sogar die Parkplatzsuche war spannender als der eigentliche Besuch des kleineren Ortes. Die Besuche der Museen und Gedenkstätten sind zwar schön, regen aber auch zum Nachdenken an und zerren auf eine etwas andere Weise an den Kräften. Somit schlossen wir für diesen Tag mit Besichtigungen ab und begaben uns langsam aber sicher wieder an unseren Camping-Platz – und heute hat uns auch die Alarmanlage nicht auf die Schippe genommen..

Normandie 2010 | Geschütz in Colleville Normandie 2010 | Campingplatz in Colleville
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