Normandie 2010 | Tag 4

Tag 4 | Zu Besuch in Honfleur

Tatsächlich erwachten wir am am nächsten Morgen bei trockenem, aber etwas bewölktem Himmel, waren aber noch etwas unschlüssig, ob wir unseren nächsten Halt in Le Havre oder in Honfleur einlegen sollten. Honfleur war uns aber von Beginn an sympathischer und ausserdem mussten wir auch langsam aber sicher dafür sorgen, etwas vorwärts zu kommen, da sonst die Gefahr drohte, nicht die gesamte Normandie erkunden zu können. Die Wahl stellte sich als sehr richtig heraus, dazu aber später. Zunächst haben wir in Le Havre aber noch einen Auchan, ein grosses Einkaufszentrum, besucht, in welchem so ziemlich alles zu finden war, was unsere Herzen begehrte. Sogar in Punkto Internet wurde uns hier geholfen. Ab sofort waren wir im Besitz eines 3G+ Clé für mobiles Internet in ganz Frankreich. Die gekaufte Online-Zeit von 6h dünkte uns allemal ausreichend. Es würde sich in den kommenden Tagen herausstellen, wie verschwenderisch wir damit umgehen konnten. Kurz vor der Ankunft in Honfleur erwartete uns ein weiteres Highlight auf unserer Reise. Zwei riesige Brücken (unter anderem die “Port de Normandie”) galt es zu überqueren. Die Aussicht war grandios, die Steigung vor sich zu sehen, war aber eher beängstigend. Auf Fotos wirkt das alles recht unspektakulär, fährt man aber den Brücken entgegen, hinterlässt das definitiv einen bleibenden Eindruck. So kamen wir dann trotzdem heil über die Seine und gesund und munter an unserem nächsten Stellplatz in der Nähe des Stadtkerns an. Unseren Camper hatten wir unterdessen schon recht gut im Griff, so dauerte es auch jedes mal ein bisschen weniger lang, bis wir uns auf unseren Plätzen eingerichtet hatten. Für einmal stand auf dem Stellplatz kostenloser Strom über die gesamte Dauer zur Verfügung. Davon wurde selbstverständlich gleich Gebrauch gemacht um mal wieder alle elektronischen Geräte und Helferlein mit dem nötigen Strom zu versorgen. Als das geschehen war, machten wir zu Fuss erstmal Honfleur unsicher, ein idyllisches, kleines Städtchen direkt an der Seine und am Meer. Es ist nicht so, dass es in Honfleur grossartige Sehenswürdigkeiten gäbe, die man unbedingt gesehen haben muss. Für gemütliches bummeln und schlendern in der Altstadt und eine Besichtigung der Kirche bietet sich die Stadt aber auf jeden Fall unbedingt an. Das Abendessen wurde nach unserer Besichtigung und einigen Fotos in der rollenden Küche zubereitet. Einfach, so wie es zu diesem Ort passt. Zufälligerweise hatten wir bei der vorangehenden Stadtbesichtigung entdeckt, dass gerade Markstände aufgebaut wurden. Aus diesem Grund nahmen wir nach dem Essen nochmals den Weg in die Stadt unter die Füsse und schlenderten durch die Stände des Stadtmarktes, während die Sonne langsam unter ging und die Stimmung mit jeder Minute romantischer wurde. So wurde auch dieser Tag schon wieder beschlossen, jedoch für einmal mit richtig gutem Wetter – was unsere Verhältnisse betrifft. Kaum ein Regentropfen war zu spüren, lediglich ein paar Wolken zierten den Himmel – es schien, als ob ein Wetterwechsel anstand..

Normandie 2010 | Pont de normandie Normandie 2010 | Abendstimmung in Honfleur
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