Normandie 2010 | Tag 2
Tag 2 | Weiterreise an die Küste
Unsere Hoffnungen, am nächsten Tag einen blauen Himmel oder zumindest trockenere Umstände vorzufinden wurden mit dem ersten Erwachen auf übelste Art und Weise zertrümmert, das deutliche Geräusch des Regens wurde über die Nacht nämlich nicht schwächer. Langsam aber sicher machten wir uns auf Regen-Ferien gefasst und fuhren nach einem ausgiebigen Morgenbuffet (Kaffee, Mineralwasser und Müesli) bald weiter in Richtung Norden, wo die Küste der Normandie auf uns wartete. Auf dem Weg dort hin, wurde der Himmel immer heller und irgendwann sahen wir sogar blaue Flecken. Kaum hatten wir uns auf schlechtes Wetter eingestellt, machte sich schönes Wetter breit und wir wagten uns nicht mehr, uns über die wenigen Wolken am Himmel und den starken Wind zu beklagen. An unserem nächsten, wunderschönen Stellplatz in Saint-Valery-en-Caux angekommen empfing uns die Sonne und eine herrliche Kulisse direkt am Meer. Der alte Leuchtturm und der nahe Hafenkanal machte die Idylle perfekt. Hier könnte man bleiben, blieb nur noch die Frage offen, ob auch noch ein Platz für uns frei war. Dafür dass wir mitten im Tag ankamen, war der Stellplatz nämlich ziemlich voll. Dennoch haben wir nach ein bisschen hin und her ein schönes, freies Plätzchen gefunden und sofort bezogen.
Für einmal waren wir an einem Stellplatz mit Strom- und Wasserversorgung, sowie einer Entsorgungsstation. Da wir bis anhin ja noch nicht die erfahrenen Camper waren, versuchten wir uns erstmal mit der Einrichtung vertraut zu machen, bevor wir das Office de tourisme aufsuchten, um uns einen Jeton für den Frischwasserbezug zu kaufen. 3€ wurden für ca. 100 Liter fällig, das ist man gerne bereit zu zahlen, wenn man dafür ohne schlechtes Gewissen duschen und sich mal die Hände waschen kann. Strom war an diesem Stellplatz nicht zu finden, die Solaranlage hat ihren Dienst aber tipptopp vollbracht, und so wurden die Watt\’s und Volt\’s auch nach einer Stunde Satelliten-Fernsehen nicht zu knapp. Bei der Besichtigung der Stadt Saint-Valery-en-Caux konnten wir den grossen Hafen inmitten des Stadt-Kerns, sowie eine schöne Landschaft rund um unseren Stellplatz ausmachen. So genossen wir das Abendessen dann auch in einem friedlichen, französischen Restaurant und genehmigten uns Pasta in allen Variationen. Auf dem Rückweg zum Stellplatz bot sich die Sonne an, die letzten Fotos von ihr an diesem Tag aufzunehmen – sie drängte sich beinahe auf. So geschah es dann auch, dass wir den ersten Sonnenuntergang am Meer festhalten konnten und uns bei trockenem Wetter mit etwas stürmischem Wind für die nächste Nacht vorbereiten konnten..
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