Normandie 2010 | Tag 10
Tag 10 | Der sagenhafte Mont-Saint-Michel
Unser letztes, konkretes Ziel war kurz vor uns – was wir unbedingt noch sehen wollten war der Mont-Saint-Michel. Wir wussten nicht viel von diesem Klosterberg, wir wussten nicht, was uns erwarten würde. Schon Minuten vor der eigentlichen Ankunft an unserem Stellplatz direkt vor dem Damm ragte der eindrückliche Berg in die Höhe, was ihn von Weitem erkennen liess. Wie Touristen (oh, ich vergass, wir SIND ja Touristen) parkierten sofort an der nächsten möglichen Stelle mit freier Sicht auf den Mont-Saint-Michel und schossen unsere ersten Fotos – noch ohne irgend eine Ahnung, was uns an diesem mystischen Ort tatsächlich erwaren würde. Den Stellplatz fanden wir ohne Probleme – wir hatten auf Grund des Rückstaus auch ausreichend Zeit, uns umzusehen. Gleich nachdem der Stellpatz bezahlt und bezogen war, machten wir uns mit unseren Fahrrädern über den Damm und kamen nach wenigen Minuten an der Sehenswürdigkeit an. Hätten wir nicht gewusst, dass es sich um eine Sehenswürdigkeit handelt, hätten wir es spätestens jetzt am Menschenauflauf festgestellt. Massen von Menschen zwängte sich durch die Tore, die in das Städchen führten – und wir mittendrin statt nur dabei. In den engen Gassen konnte es einem durchaus unwohl werden, dennoch haben wir es wohlerhalten geschafft, bis nach oben zur Warteschlange des ehemaligen Klosters zu gelangen. Es benötigte dort aber keinen Worten – die Schlange stand und stand, da ging so gar nichts. Kurzerhand sind wir umgedreht, diesmal durch die Hauptgasse – ein schwerwiegender Fehler, wie sich herausstellte. Denn der Abstieg dauerte mit einer halben Stunde mindestens doppelt solange wie der Aufstieg, den wir gerade hinter uns hatten. Im Fremdenverkehrsamt sagte man uns, dass das Kloster bis 23:00 Uhr geöffnet sei und gegen Abend viel weniger Leute vor Ort wären. Das animierte uns, erstmal den Rückzug anzutreten um uns einen gemütlichen Nachmittag beim Wohmobil zu machen. Und um 20:30 Uhr wagten wir uns erneut mit den Fahrrädern zum Berg. Glücklicherweise lag der Stellplatz so gut, dass wir innerhalb von 10min wieder vor Ort waren. Die Autoschlangen hatten sich bereits aufgelöst und schon von weitem war erkennbar, dass die Parkplätze nicht mehr gefüllt waren. Wie auch, schliesslich waren diese bis auf einen kleinen Rest von der Flut überschwemmt. Wo vor einigen Stunden noch Dutzende Reisebusse standen, hatte sich nun das Meer durchgesetzt. Wer hier nicht pünktlich abfährt kann sein Auto irgendwo in den Fluten suchen. Sehr eindrücklich, diesen Unterschied zwischen Ebbe und Flut mitzuerleben. Anscheinend nähert sich die Flut schneller, als jedes Pferd gallopieren kann. Jetzt, wo wir das sahen, glauben wir daran.
Ich für meinen Teil konzentrierte mich an diesem Abend auf die Aussenansicht des Kultur-Objektes. Nach dem Sonnenuntergang und der Einschaltung der Aussenbeleuchtung gelangen hierbei einige ganz interessante und wie ich behaupten möchte sehenswerte Aufnahmen. Diese Tatsache liess es nicht zu, den Ort schon wieder zu verlassen, um mich auch im Innern noch umzusehen. Dieser Part musste auf den nächsten Tag verschoben werden – auch wenn es eigentlich gar nicht geplant war, noch einen weiteren Tag hier zu bleiben. Nachdem ich aber Aufnahmen und Eindrücke der Kloster-Besichtigung einsehen konnte, war die Entscheidung schon fast gefallen. Wir mussten einfach noch einen weiteren Tag hier bleiben..
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Der Mont-Saint-Michel ist ein wunderschönes Reiseziel und es gehört zu den meist gesehen Sehenswürdigkeiten in der Normandie.