Kurz aber lohnenswert: Städtetrip in Wien
Während ich die letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Schulung in Wien traf, war ich gleichzeitig auch schon auf dem Weg an den Flughafen. Für einen Flugangst-Geplagten gibt es weissgott angenehmeres, als sich auf den bevorstehenden Flug einzustellen. Etwas Abklenkung geschäftlicher Natur war demnach nicht so schlecht, dass jedoch die gesamte Website ausfällt, die geschult werden sollte, war dann eigentlich doch nicht mein Wunsch. Zusätzlich war der Zug zum Flughafen voller Besucher des Frauenfelder Openair, was die Reise auch nicht gerade entspannter machte. Schlussendlich kamen wir aber trotzdem sowohl beim Flughafen und später sogar in Wien an, wo uns ein Taxi zum einigermassen nahegelegenen Autobahnhotel brachte..
Tags darauf fand die Schulung statt. Die Websites taten ihren Dienst, die Teilnehmer waren mit Leib und Seele dabei und das Wissen brannte sich förmlich in die Köpfe ein – so hoff ich doch zumindest. Nach diesem langen, anstrengenden und heissen Tag ging dann die Freizeit in Wien los, die einen Samstag lang war und sich wie folgt gestaltet hat:
Stephansdom
Als erstes stand ein klein wenig Sightseeing zu Fuss auf dem Programm. Die Stadt Wien hat einen gewissen Charme, den man ihr nicht absprechen kann, jedes Gebäude sieht anderst aus, es gibt keine (oder kaum eine) normale, flache, langweilige Fassade. Und auch der Stephansdom ist ein schönes, eindrückliches Bauwerk.
![]() |
![]() |
Wiener Prater
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ging es dann in Richtung Prater. Der weltbekannte Prater, das muss man doch gesehen haben – sagt man doch so. Wir waren dann aber doch etwas enttäuscht, als wir feststellten, dass es sich eigentlich lediglich um einen kleinen Freizeitpark mit einem Riesenrad handelt. Es mag sein, dass wir einfach zu wenig Zeit hatten, um die wahre Schönheit des Parks zu entdecken, auch wenn wir uns Mühe gegeben hatten, uns das gesamte Gelände anzusehen. Also verliessen wir nach einigen Stunden den Prater wieder und machten uns stattdessen auf zur nahegelegenen Donauinsel.
![]() |
![]() |
Donauinsel
Mitten auf der Donauinsel verliessen wir die S-Bahn. Kaum aus dem Bahnhof raus konnten wir etwas unschwer erkennen: Die Donau. Das wir davon nicht sonderlich überrascht und überwältigt waren, erklärt sich von selbst. Dennoch gibt es auf der Insel ganz bestimmt ein paar ganz schöne Flecken, man hat aber den Eindruck, dass sich die ganze Stadt an Tagen wie diesen auf der Insel verteilt um die Füsse im dreckigen Fluss abzukühlen.
Schloss Schönbrunn
Und dann endlich kamen wir wohl zum schönsten Teil von Wien, naja, zumindest zum schönsten Teil, den wir gesehen haben: Das Schluss Schönbrunn. Kommt man erstmal da an, sieht man ein paar Schlossmauern, einige Touristen und geschlossene Tore. Auch auf dem Platz hinter dem Haupteingang ahnt man noch nicht, was sich hinter den Schlossmauern verbirgt. Wenn man sich aber in das grosse Parterre begibt, erkennt man das unglaubliche Ausmass dieses Schlosses. Ein Spaziergang vom einen Ende des Geländes zum Andern kann gut und gerne zur Wanderung werden, ich würde mal behaupten, dass man bestimmt eine halbe Stunde unterwegs ist dafür. Des Gelände bietet auch Fotografen viele, fast unendliche Möglichkeiten, ein paar ganz schöne Schnappschüsse einzufangen. Bei mir hat es leider nur für eine kleine Auswahl gereicht.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Und somit war der Tag auch schon wieder vorbei und wir mussten schon bald wieder an die Rückreise denken. Meine Flugangst konnte ich in den wenigen Tagen blöderweise nicht ablegen und die Tatsache, dass wir am Flughafen zuerst gefühlte drei Stunden warten mussten um danach in eine uralte (wieder gefühlte Wahrnehmung) Fokker 100 einzusteigen und nochmals eine halbe Stunde zu warten, machten die Situation auch nicht besser. Der Flug war ziemlich turbulent, da bereits das nächste Sommergewitter im Anmarsch war. Vielleicht noch ein Wort zur Aussicht. Links hinten sieht man bei dieser Maschine während dem ganzen Flug immer dasselbe, wenn man aus dem Fensterchen guckt: Die Turbine. Unser Glück, dass der Pilot die Strecke in einer knappen Stunde zurücklegte, sodass wir noch kurz vor dem grossen Gewitter landen konnten, denn kaum auf schweizer Boden ging es auch schon los..















Der Prater nur ein kleiner Freizeitpark? Ohje, da solltest Du aber unbedingt nochmal hin… Der Prater umfasst 6 Mio. Quadratmeter und der Vergnügungspark ist wirklich nur ein kleiner (wenn auch der bei Gästen bekannteste) Teil. Schau mal hier, was Du alles verpasst hast: Prater Wien
Hi Christian. DAS war wohl ein Hauptproblem, dass wir uns nicht wirklich intensiv Zeit nehmen konnten, alle Fassaden des Praters kennen zu lernen. Wir haben durchaus auch Teile des ‘grünen Praters’ gesehen. Wenn man als Tourist aber nach Wien fährt und sich zum weltbekannten Prater begibt, mit der Vorstellung, dass man einen wunderschönen, grossen Park vorfindet, als erstes aber auf dem Rummelplatz (sorry, nicht wertend gemeint!) landet, kann das etwas enttäuschend wirken. Ich möchte hier auch nicht den Prater schlecht machen, ich persönlich bin aber der Meinung, dass es in Wien durchaus schönere Plätze gibt, als den Prater, was hingegen selbstverständlich auch immer auf die eigenen Interessen ankommt.