HD, LED, 3D, 600Hz, was will man mehr?
Dieser Beitrag behandelt die Anschaffung eines neuen Fernsehers von der Auswahl über den Transport bis zu den ersten Eindrücken – und man würde kaum glauben, dass der Transport das vermutlich spannendste daran sein könnte. Ich möchte euch gerne vom Gegenteil überzeugen.
Die Auwahl war relativ schnell passiert. Nachdem ich mir schon länger einige Gedanken dazu gemacht hatte, war relativ schnell klar, was das Ding in etwa können muss: Selbstverständlich sollte das Gerät eine Full-HD Auflösung bieten, man möchte ja keine Rückschritte machen. Da es durchaus interessant zu sein scheint, wäre auch 3D eine schöne Sache, jedoch nicht zwingend notwendig. Die optimalste Ausleuchtung erreicht man mit Full-LED und da die Samsung-Geräte optisch alle eher bescheiden daherkommen, war die Entscheidung dann schnell für ein LG Gerät mit 600Hz gefallen. Das Modell 55LX9500 bietet zusätzlich eine überragende Diagonale von 55″ und somit 137cm und in Test\’s schneidet das Bild fast überall tadellos ab. Zudem ist das Gerät auch optisch sehr schön anzusehen – auch wenn dieser Eindruck subjektiv sein mag.
Das Gerät war also bestellt und da die Anlieferung durch den Tag aufgrund der arbeitsbedingten Abwesenheit eh nicht geklappt hätte und wir das Gerät somit sowieso auf der Post hätten abholen müssen, habe ich mich für eine Abholung vor Ort entschieden. Dass das Gerät 20min nach Bestellung abholbereit ist, hätte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwartet – so war es dann aber trotzdem. Wer mich kennt, weiss, dass ich ab diesem Zeitpunkt keinen Tag länger warten konnte und das Gerät unbedingt sofort abholen musste. Also habe ich die Reise unter meine Räder genommen und bin schon bald bei Digitec Schlange gestanden – wer bei Digitec schonmal was zur Rush Hour abgeholt hat, weiss, was das bedeutet: Ticket ziehen, es sich gemütlich machen und 30-60 Minuten entspannen (oder so ähnlich), bis die Ticket-Nummer endlich auf dem Display erscheint. Bevor der freundliche Herr am Schalter mir das Gerät aber holen wollte, erkundigte er sich nochmals, ob ich denn den Fernseher auch bestimmt im Fahrzeug stellen könnte. Öhmm.. nein, eher nicht, ich habe nur einen Kombi, keinen Lieferwagen. Dazu ist zu sagen, das ich vorgängig abgeklärt hatte, was andere von einem liegenden Transport halten. Ich habe ausschliesslich Meinungen gelesen, die die stehende Lieferung bei einem Plasma empfehlen. Bei einem LED-TV sei das aber kein Problem, wenn man den liegend transportiert. Mit seinen Argumenten von wegen schwerer Glasfront und der übermässigen Krafteinwirkung beim liegenden Transport hat mich der Herr dann doch etwas unsicher gemacht, trotzdem war ich jetzt schon da und wollte nicht ohne unser neues Stück da weg. Bis zum Auto ist dann alles gut gegangen, dank grosszügiger Hilfe der Digitec-Mitarbeiter. Kaum sass ich im Wagen, wurde mir bewusst, dass ich nun eine schwere und nervenaufreibende halbe Stunde vor mir hätte. Auf jedem zurückgelegten Meter überlegte ich mir, wie und ob es wohl klingen würde, wenn die Frontscheibe zerbricht. Gleich zu beginn war ich auf einer holpernden Strasse unterwegs. Schon fast hätte ich bereut, dass ich den Fernseher per Abholung bestellt habe. Zwischenzeitlich waren die Strassen dann aber besser, ruhiger, angenehmer. Es ist erstaunlich, wie sehr einem Unebenheiten auffallen, wenn man fährt, als ob man eine halbe Tonne roher Eier im Kofferraum mit sich führen würde. Und dann kam der Moment, indem mein Navi mich über eine Nebenstrasse führte, die sonst wohl ausschliesslich von Traktoren und Offroad-Fahrzeugen befahren wird. Wieder diese Schweissausbrüche, das gespannte Lauschen auf das erlösende Geräusch, des brechenden Glases. Erlösend deswegen, weil der Fall dann wenigstens klar gewesen wäre. Bis nach Hause habe ich aber aus dem Fahrzeuginnern keine verdächtigen Geräusche mitbekommen und hab somit die gesamte halbe Stunde förmlich Blut geschwitzt. Zum Teil muss ich den Mitnutzern der Strassen als Verkehrshindernis aufgefallen sein. Auf Strecken, auf welchen ich sonst gerne mal die Obergrenze von 80km/h auslote war ich heute mit maximal 30-40km/h unterwegs.
Entsprechend erleichtert war ich, als ich zu Hause auf dem Parkplatz stand und wusste, dass ich diese Sache erstmal geschafft hatte – ob die Fahrt nun erfolgreich war, oder gerade CHF 3000.00 in Bruch gingen, konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Da ich das aber schnellstmöglich herausfinden wollte, blieb mir nur, das Gerät auf eigene Faust und alleine irgendwie vom Parkplatz in die Wohnung im ersten Stock zu schleppen. Einmal mehr war ich dann froh, so nette Nachbarn zu haben, die mir zu diesem Zweck mal eben ihren Trolley geliehen haben. Ohne diesen wäre ich vermutlich jetzt noch daran, mir einen Taktik auszudenken, wie ich den TV nun in die Wohnung kriege. Und kaum bin ich mit dem Fernseher in der Wohnung angekommen, riss ich die Verpackung vom Objekt der Begierde und stellte erleichtert fest, dass sich weder ein Riss noch ein Bruch in der Frontscheibe des Gerätes zeigte. Den Rest des Abends ging ich dann etwas ruhiger an. Entspanntes Auspacken, friedliches aufstellen und gespanntes Testen. Und ich kann durchaus behaupten, dass mich das Gerät bis jetzt in jeder Hinsicht überzeugt. Sogar wenn es aus ist, macht es was her, wie man auf dem folgenden Bild gut erkennen kann.
Bild-Quelle: www.lg.com






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