Vorstellung meiner Fotografie-Ausrüstung

Meine Fotografie-Ausrüstung hat einiges an Zeit und mindestens genausoviel Geld verschlungen. Somit hat sie es sich verdient, hier mal ordentlich und ausführlich vorgestellt zu werden. Ich erhoffe mir von dieser Aktion, dass sich der eine oder andere hier Tipps und eine Meinung zu den einzelnen Produkten holen und etwas profitieren kann.

Inhalt

Body: Canon EOS50D

Ungefähr zu Weihnachten 2009 habe ich meine EOS450D durch die 50D ersetzt. Zweifellos hatte ich auch mit der 450D meinen Spass, aber jetzt, wo ich die Vorzüge der 50D kenne, würde ich sie nicht mehr so schnell hergeben. Das Gehäuse kommt viel hochwertiger daher. Das Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung wirkt hochwertiger, die Haptik ist im Allgemeinen angenehmer, dies wird durch den zusätzlichen Batteriegriff natürlich nochmals deutlich verbessert. Die Verarbeitung scheint professioneller, man merkt ganz klar eine qualitative Aufwertung gegenüber meinem Vorgängermodell. Die Bildqualität wird duch den APS-C Sensor mit 15,1 Megapixel auch nochmal sichtbar verbessert.

In meinen Augen der grösste Vorteil ist die Menu-Navigation mit den zahlreichen Möglichkeiten. So kann ich während dem Fotografieren schnell und effizient die gewünschte Einstellungen über ein Rad ändern, ohne zuerst kompliziert durch eine Menu-Struktur zu stolpern, bis ich dann zur gewünschten Funktion gelange.

Die Geschwindigkeit ist gegenüber vorher auch beachtlich, sowohl bei Reihenaufnahmen (ohne Blitz), wie auch beim navigieren durch Fotos auf der Speicherkarte.

Canon EOS 50D

Quelle: www.canon.com

Universal-Objektiv: Canon EF-S 17-85mm IS USM

Bereits meine vorherige Kamera hatte ich als Kit mit dem 17-85mm gekauft. Genau gleich hatte ich das mit der neuen Kamera gemacht. Ich bin von der Geschwindigkeit dieses Objektives recht begeistert. Auch der Brennweiten-Bereich von 17-85mm taugt für den Alltag durchaus! Es mag sein, dass der Preis für das Objektiv verhältnismässig etwas hoch ist, ich denke aber nach wie vor, dass es sich lohnt, dieses Objektiv im Kit zu kaufen.

Ich würde mal schätzen, dass ich dieses Objektiv für 75% aller Aufnahmen nutze, da es von Weitwinkel bis in den Zoom-Bereich reicht. Sowohl bei Landschaftsaufnahmen, wie bei Fotografien im Studio verrichtet die Linse ihre Dienste tadellos.

Canon EF-S 17-85mm IS USM

Quelle: www.canon.com

Makro-Objektiv: Canon EF-S 60mm USM

Früh war das Makro-Objektiv ein Objekt meiner Begierde. Die zu erzielenden Resultate sprechen für sich und ein Makro-Objektiv kann ich jedem Hobby-Fotografen nur an\’s Herz legen! Mit dem 60mm USM von Canon habe ich ein verhältnismässig günstiges Objektiv gefunden, welches auch rege genutzt wird. Die minimale Blende von 2,8 lässt Aufnahmen mit enorm kleinem Schärfenbereich zu, welches die Bilder (natürlich je nach Verwendungszweck) deutlich aufwertet.

Canon EF-S 60mm USM

Quelle: www.canon.com

Zoom-Objektiv: Canon EF 75-300mm

Falles es mal in den Zoo oder in die wilde Natur geht, steht mir mein günstiges 75-300mm Zoom-Objektiv zur Verfügung. Gegenüber meinen IS USM Objektiven reagiert das Objektiv natürlich äusserst langsam. Auch die Lichtstärke von 4-5.6 ist nicht gerade überragend. Ausserdem fehlt der Bildstabilisator (IS), welcher gerade in einem Zoom Objektiv schon Sinn machen würde. Trotzdem ist das gute Stück nicht aus meiner Ausrüstung wegzudenken, solange kein hochwertiger Ersatz gefunden ist. So ein EF 28-300mm f/3.5-5.6L IS USM wäre natürlich schon eine tolle Sache, aber der Preis von um die CHF 3000.00 hat mich bis jetzt abgehalten, es mir zu bestellen. Daher denke ich eher, dass dieses Objektiv irgendwann durch das EF 70-300mm f4-5.6 IS USM ersetzt wird.

Canon EF 75-300mm

Quelle: www.canon.com

Batteriegriff: Canon BGM-E3A

Selbstverständlich ist der allergrösste Vorteil eines Batteriegriffs das Fassungsvermögen von zwei handelsüblichen Akkus, sowie die Möglichkeit ein Magazin für normale AA-Batterien einzusetzen – falls der Saft dennoch mal komplett ausgehen sollte. Dazu kommt aber der separate Auslöser für Hochformat-Bilder und die stark verbesserte Handlichkeit durch den Griff. Das zusätzliche Gewicht ist dagegen vernachlässigbar. Ich bin auf jeden Fall einer von denen, die wohl kaum mehr ohne Batteriegriff fotografieren.

Canon BG-E3

Quelle: www.canon.com

Fernbedienung: Canon RS-80N3

In den Zeiten der 450D hatte ich eine kleine Infrarot Fernbedienung mit der ich direkt oder nach zwei Sekunden auslösen konnte. Die 50D bietet kein gleichwertiges Zubehör-Teil. Dafür eine kabelgebundene Fernbedienung mit nur einem Knopf, der sich jedoch einrasten lässt. Die Einrastfunktion ist beispielsweise sehr hilfreich für Langzeitbelichtung über 30 Sekunden. Der Auslöser kann somit so lange eingerastet werden, wie die Belichtung benötigt wird. So sind beispielsweise Auslösezeiten von 3 Minuten und 17 Sekunden möglich. Ausserdem zeigt sich der Vorteil, dass sich die Fernbedienung nicht zwingend vor der Kamera befinden muss, um auslösen zu können. Der Infrarot-Sensor der 450D dagegen sitzt vorne am Kameragehäuse, also muss immer zwingend von vorne ausgelöst werden.

Ein kleiner Nachteil hingegen ist natürlich das kurze Kabel, welches ungefähr einen Meter misst, einfach mal so 4 Meter von der Kamera entfernt auslösen ist nicht möglich. Hierfür muss weiterhin der Selbstauslöser verwendet werden.

Canon RS-80N3

Quelle: www.canon.com

Aufsteck-Blitz: Canon Speedlite 430EX II

Der Gehäuseblitz der 450D war nicht sehr wirkungsvoll. Der Blitz der 50D hat sich etwas verbessert. Trotzdem habe ich das Speedlite weiter behalten und bin auch froh darüber. Hiermit sind doch noch deutlich bessere Ausleuchtungen möglich, wenn die Studio-Belichtung gerade nicht dabei ist. Für grosse Räume oder die Fotografie an Veranstaltungen in Gebäuden ist ein externer Blitz fast unabdingbar. Der Funktions-Umfang reicht für meine Anforderungen bei weitem aus, für den Amateur-Fotografen ist dieses Blitzgerät ohne Einschränkungen zu empfehlen.

Canon Speedlite 430EX II

Quelle: www.canon.com

Blitz-Anlage: Elinchrom BXRi 500/500

Schon länger hatte ich mit dem System geliebäugelt, bevor ich es mir im November 2009 beschafft habe. Die Studio-Blitzanlage von Elinchrom mit dem Namen BXRi 500/500. Im Set sind zwei Stative, zwei Blitzleuchten mitt 500Ws, sowie zwei Softboxen von Rotalux der Grösse 70x70cm. Der Preis des Systems ist zwar relativ stolz, die Anschaffung hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Sowohl Studio-Aufnahmen von Personen, wie auch Produkt-Fotografien profitieren enorm von der professionellen Beleuchtung. Das System habe ich bei Profot gefunden, der Kauf der Anlage bot sich in sofern an, dass Profot direkt im Nachbardorf vertreten ist.

Elinchrom BXRI 500

Quelle: www.elinchrom.com

Stativ: Manfrotto 190CXpro4

Am Anfang meiner Fotografie-Karriere, wenn man sie so nennen kann, wurde mir nahegelegt, auch gleich ein Stativ zu kaufen. Da die Investition einer Kamera schon genug finanzielle Mittel verschlungen hat, habe ich mich entschieden, wenigstens hier ein bisschen zu sparen und habe mich für ein billiges Alu-Stativ der Marke “garnichts” entschieden. Nach ungefähr einem Jahr wackliger Aufnahmen trotz Stativ und dem endgüligen Versagen der Mittelsäulen-Konstruktion war dann spätestens klar, dass ich was neues, was richtiges brauchte. Schlussendlich wurde das Manfrotto 190CXpro4 ausgewählt. Ein stabiles und trotzdem leichtes Stativ aus Carbon-Fasern. Das Packmass kommt zwar nicht an jene des Vorgängers heran, trotzdem ist das Stativ noch einigermassen angenehm zu transportieren. Die Erfahrungen, die ich bis jetzt mit dem Stativ gemacht habe, sind ausschliesslich gut. Es passt sich flexibel den Anforderungen an, beinhaltet zwei Wasserwagen, sorgt für allzeit guten Stand und wackelfreie Bilder. Gerade für Panorama-Aufnahmen oder HDR-Bilder könnte ich nicht mehr auf das Stativ verzichten.

Manfrotto 190CXpro4

Quelle: www.manfrotto.com

Stativkopf: Manfrotto 804RC2

Ich habe einen Stativ-Kopf gesucht, der in alle Richtungen einzeln bewegt werden kann und einigermassen klein ist. Die Fahl fiel schlussendlich auf den günstigen 804RC2 3D Neiger. Die Verarbeitung ist auch hier wie von Manfrotto gewohnt hochwertig. Beim (kräftigen) anziehen der verschiedenen Neiger-Schrauben bemerke ich trotzdem hin und wieder, dass sich die Kamera ganz leicht in die entsprechende Richtung verschiebt, somit muss der Sucher vor dem endgültigen Anziehen immer leicht in die entgegengesetzte Richtung verschoben werden. Das ist aber auch der einzige Punkt, der negativ auffällt. Ansonsten kann man nichts gegen diesen dennoch hochwertigen Kopf sagen.

Manfrotto 804rc2

Quelle: www.manfrotto.com

POL-Filter: Canon PL-C 67mm

Der ursprüngliche Plan war es, einen Schutz für mein Objektiv zu besorgen. Da die UV-Filter gerade nicht lagernd waren, habe ich mich dann doch für einen POL-Filter entschieden. Wirklich genutzt habe ich den Filter bisher kaum. Klar, einige Test-Aufnahmen haben stattgefunden und die unterdrückbare Polarisation, also die Unterbindung von Reflexionen, ist beachtenswert. Trotzdem war ich noch nie in der Situation in der ich dachte: “Toll, der POL-Filter kann mir bei diesem Problem helfen.” Also liegt der Filter hauptsächlich im Foto-Rucksack und wartet sehnlichst darauf, endlich benötigt zu werden.

Fotorucksack: tamrac Expedition 5x

Nachdem ich mich lange mit einer Schultertasche abgemüht und diese mehr und mehr mit schweren Teilen gefüllt habe, wollte ich mal etwas für meine Gesundheit tun und bin auf einen Rucksack umgestiegen. Eine Anforderung an den Rucksack war, neben der gesamten Foto-Ausrüstung auch noch etwas anderes kleines fassen zu können. Die Herbst-Jacke oder eine Trinkflasche sollte mitführbar sein. So habe ich mich schlussendlich für den tamrac Expedition 5x entschieden und die Wahl bisher nicht bereut. Der Rucksack kommt mit einem aussen angeordneten Laptop-Fach – blöd nur, dass mein MacBook Pro darin keinen Platz findet. Das Fach ist wohl eher für kleine 15″ Note- oder Netbooks gedacht. Ist aber auch nicht weiter tragisch, denn wenn das Macbook mit soll, ist meistens auch die Beleuchtungs-Anlage dabei und die hat wohl eh kaum Platz im Rucksack.

Tamrac Expedition 5x

Quelle: www.tamrac.com