ISO-Wert – Kurz und knackig
Als Folgebeitrag zum Thema Schärfentiefe – kurz und knackig möchte ich dieses Blog mit einem ähnlich aufgebauter Artikel zum Thema ISO-Wert bereichern. Er soll keinesfalls alle Details über die ISO-Einstellung beinhalten, aber dem Leser eine kleine Ahnung vermitteln, wann welche ISO-Werte angebracht sind, vorallem aber, wie sich unterschiedliche ISO-Werte auf das daraus resultierende Bildmaterial auswirkt. Der ISO-Wert beschreibt die Filmempfindlichkeit. Grundsätzlich kann man dazu folgende Aussage machen:
Je höher der ISO-Wert, desto heller das Bild.
Moderne Kameras können mit sehr hohen ISO-Werten umgehen, so lassen sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen Bilder aufnehmen, die eine gewisse Helligkeit bieten. Wäre das alles, was es zu diesem Thema zu sagen gibt, dann wäre diese Filmempfindlichkeit eine wunderbare Sache. Leider ist aber ein hoher ISO-Wert mit zunehmendem Bildrauschen verbunden. Dies kann man sehr gut beim folgenden Direktvergleich erkennen.
Das Bild, welches mit ISO3200 aufgenommen wurde, weist ein sehr viel Stärkeres Bildrauschen auf. Im Gegensatz dazu wurde jedoch für dieses Bild lediglich eine Belichtungszeit von 1/125 Sekunde benötigt, während die Aufnahmen mit ISO100 1/5 Sekunde belichtet werden musste, um die selbe Helligkeit zu erreichen. Der Verwendungszweck von höheren ISO-Werten liegt somit also schon fast auf der Hand: Wenn das Umgebungslicht gering ist und man keine Möglichkeit hat, mit einem Stativ zu fotografieren und somit eine längere Belichtungszeit zu ermöglichen, oder die Umgebung künstlich zu beleuchten, kann man sich mit der Erhöhung des ISO-Wertes etwas helfen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, nicht gleich den höchstmöglichen Wert einzustellen. Gerade bei dunkeln Nachtaufnahmen ist das Rauschen sehr gut erkennbar und wirkt sich störend auf den Bildinhalt aus. Folgende Kernaussagen lassen sich somit erschliessen:
- Je höher der ISO-Wert, desto weniger Belichtungszeit wird benötigt um eine gewisse Helligkeit zu erreichen.
- Je höher der ISO-Wert, desto grösser das Bildrauschen.
Ich persönlich achte in den meisten Fällen darauf, den tiefst möglichen ISO-Wert zu verwenden, damit die Bildqualität möglichst hoch gehalten werden kann. Lieber nehme ich dafür einmal mehr mein Stativ zur Hand und gib der Kamera für die Belichtung etwas mehr Zeit.






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