Berlin – Wo Geschichte und Moderne verschmelzen
Um den Frühling einzuläuten, haben wir uns Anfangs Mai ein paar Tage in Berlin umgesehen. Wir haben uns ungefähr wie durchschnittliche Touristen benommen, trotzdem soll das hier ein kleines Reisetagebuch einer interessanten und beeindruckenden Sightseeing-Tour in Berlin werden.
Programm
- Anreise nach Berlin
- (Haus am) Checkpoint Charlie
- DDR-Museum
- East Side Gallery
- Kaiser-Wilhelm Gedächtnis-Kirche
- Madame Tussauds
- Zoo Berlin
- Fernsehturm
- Einige der klassischen Sehendwürdigkeiten
- Berlin bei Nacht
- Abschied und Rückreise
Anreise nach Berlin
Als Transportmittel haben wir unseren Mazda 6 Sport-Kombi gewählt. Die Bezeichnung Sport sollte dabei ausführlich getestet werden, schliesslich ist ein grosser Teil der genutzten Autobahnen in Deutschland ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Fahrt mit Durschnittlich 180km/h war überraschend angenehm, solange das Wetter gut war und der Verkehr nicht zu dicht. So sind wir nach ca. 3 Tankfüllungen, 4 kurzen Halten und 7h Fahrzeit auch schon an unserem Ziel im Mövenpick Hotel Berlin, direkt am Anhalter Bahnhof angekommen und konnten unser Zimmer beziehen.
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Nach erfolgreichem Bezug der Zimmer wurde uns bewusst, dass wir gerade in Berlin angekommen waren. Obwohl man meinen würde, dass uns die Reise sehr beansprucht hätte, hatten wir nur noch ein Ziel, die Stadt muss ausgekundschaftet werden. Also haben wir uns zu Fuss auf den Weg gemacht und schnell festgestellt, dass unser Hotel eben doch recht zentral liegt. Innerhalb weniger Minuten fanden wir uns bereits am Potsdamer Platz wieder, standen später vor dem Judendenkmal und unter dem Brandenburger Tor und machten uns anschliessend wieder zurück zum Potsdamer Platz, wo wir ausserdem auch gleich das Restaurant Vapiano entdeckt und getestet hatten. Eine interessante Restaurant-Kette, die Pasta, Pizza, Anti-Pasti und vieles mehr per Live-Cooking anbietet. Die Kette ist sehr zu empfehlen, auch wenn wir beide schon bessere Pasta gegessen haben. Ein Besuch im Vapiano ist durchaus ein Erlebnis und zu finden sind diese Restaurants weltweit.
(Haus am) Checkpoint Charlie
Für den nächsten Tag haben wir uns einige Checkpoints in Berlin vorgenommen. Als erstes stand dann ein ebensolcher Checkpoint – nämlich der Checkpoint Charlie – auf dem Programm. Nunja, der Checkpoint an sich ist jetzt nicht unbedingt ein riesen Erlebnis. Man muss vielleicht mal ein Foto davon gemacht haben. Aber auch das bringt nur begrenz Spass, denn der Checkpoint ist wohl schon aus jedem erdenklichen Blickwinkel abgelichtet worden. Das Musem mit dem Namen “Haus am Checkpoint Charlie” hingegen ist durchaus sehens- und erlebenswert. Darin sind spannende Geschichten von Fluchtversuchen dargestellt. Sowohl mit Fotos, wie auch mit teilweise Originalen Flucht-Gegenständen wie einem modifizierten Koffer oder einem Fluggerät, das kaum als solches erkannt wird. Wenn man Glück hat – ich nehme vorweg, wir hatten es – kann man sogar einem Zeitzeugen zuhören, wie er davon berichtet, wie er die Grenze bewachen musste und welche Befehle er dabei zu befolgen hatte. Diese Tatsache machte den Museums-Besuch natürlich um ein vielfaches spannender, aber auch sonst ist das Haus am Checkpoint Charlie ein Muss für jeden, der sich auch nur im geringsten für die Geschichte von Berlin interessiert.
DDR-Museum
Da wir uns gerade auf geschichtlichen Pfaden befanden, bot sich ein Besuch des DDR-Museums ebenfalls an. Dass das Museum erst vor kurzer Zeit eröffnet wurde, wiederspiegelt sich in der mordernen und ansprechenden Aufmachung. Direkt an der Spree gelegen bietet es dem Besucher einen Einblick die die Zeit des gespaltenen Deutschland. Es wird gezeigt, wie die Menschen “im Osten” gelebt haben, welche Regeln gegolten haben und vorallem welche bescheidene Verhältnisse geherrscht haben. Kindern zum Beispiel, wurde auferlegt, jeden Tag vor dem Unterricht gemeinsam ihr Geschäft auf dem Klo zu verrichten. Mit dem Beginn des Unterrichts wurde so lange gewartet, bis alle ein entsprechendes “Ergebnis” vorzuweisen hatten. Die Geschichte und die Verhältnisse werden auf spannende, ansprechende und teilweise interaktive Weise vorgestellt und laden zum Verweilen ein.
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East Side Gallery
Im Westen Berlins befindet sich die East Side Gallery, ein 1300m langes Mauerstück, welches von Künstlern aus 24 Ländern im Jahr 1990 bemalt wurde um an die Zeit der Teilung von Deutschland zu gedenken. Es handelt sich um die längste Mauergalerie der Welt und die darauf befindlichen Motive sind grösstenteils wirklich sehenswert. Die East Side Gallery ist vom Ostbahnhof zu Fuss zu erreichen und für jeden Hobbyfotografen ein Muss. Das untenstehende Kunstwerk hat mich besonders angesprochen und stellte sich als ideales Motiv für eine Panorama-Aufnahme heraus.
Kaiser-Willhelm Gedächtnis-Kirche
Nicht zu übersehen am Kürfürstendamm befindet sich die Kaiser-Willhelm Gedächtnis-Kirche, welche 1943 durch einen Bombenangriff “versehentlich” zerstört wurde. Gegen alle Pläne, die Kirche abzureissen haben sich die Bürger Berlins wehement gewehrt und blieben am Schluss erfolgreich. Seither ist der zerstörte Kirchenturm ein berühmtes Mahnmal in Berlin und wird von vier neuen, modernen Gebäuden umrahmt: Kirche, Turm, Kapelle und Foyer. Sowohl das ursprüngliche Bauwerk, wie auch die neuen Bauten mit den blauen Fenstern sind sowohl von innen wie aussen eindrücklich anzusehen. Zumindest im Innern der Gedenk-Kirche herrscht auch in der Grossstadt Berlin angenehme und zum nachdenken animierende Ruhe.
Madame Tussauds
Sowohl vorgänging, wie auch nach unserem Besuch in Berlin hören wir immer wieder, wie lange man doch für einen Besuch im Madame Tussauds anstehen müsse. Anscheinend hatten wir Glück. Gegen den frühen Abend spazierten wir nämlich beinahe alleine durch die Wachsfiguren-Ausstellung. Die Wachsfiguren sehen tatsächlich erstaunlich echt aus. Schaut man den Figuren in die Augen, wird einem fast ein wenig “mulmig” und man beginnt beinahe zu zweifeln, dass es sich tatsächlich um Wachsfiguren handelt. Immer wieder haben wir uns dabei ertappt, wie wir die eine oder andere Figur gar nicht als solche erkannt hatten, weil wir davon ausgegangen waren, dass es sich um Besucher handelt. Für jeden, der noch nie in einem Wachsfiguren-Kabinett war (das war bei mir übrigens der Fall), würde ich einen Besuch im Madame Tussauds uneingeschränkt empfehlen – vorallem dann, wenn sich der Besucheranstrom in Grenzen hält und man auch was vom Rundgang hat.
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Selbst auf den Fotos wirken einige der Figuren ziemlich realistisch – ich meine aber, die hier abgelichteten Personen müssten alles Wachsfiguren sein.
Zoo Berlin
Das nächste grosse Ziel war der Tierpark oder besser der Zoo in Berlin. Nachdem wir geklärt hatten, was nun der Unterschied zwischen Tierpark, zooligischem Garten und dem Zoo sind, hatten wir uns für einen Besuch im Zoo(logischen Garten) entschieden. Schlussendlich half uns die Frage weiter, in welchem der Parks denn Knut nun wäre. :-) Das Wetter war leider nur begrenzt optimal für einen Zoobesuch, denn immer mal wieder wurden wir etwas nass. Glücklicherweise konnten wir uns gelegentlich auch in die Tierhäuser verziehen, während draussen grössere Wassermassen niederprasselten. Dennoch bekamen wir einige Tiere vor das Auge (und selbstverständlich vor die Linse). Ganz besonders hat es mir das Löwen- und Tigergehege angetan. Es ist möglich, die Tiere aus einer angenehmen Nähe zu beobachten und abzulichten. Auch die Gestaltung des Zoos ist durchaus sehenswert. Und die Kombination aus Umgebung und teilweise exotischen und speziellen Tieren ergab durchaus sehenswerte Aufnahmen.
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Selbstverständlich war auch Knut mit von der Partie, Publikumsmagnet ist der aber höchstens noch wegen seinem berühmten Namen. Jegliche Niedlichkeit ist in den vergangenen Monaten verschwunden, der grosse, ausgewachsene Knut hat nichts mehr von dem süssen und drolligen Baby-Eisbären von früher – leider. Nichts desto trotz, wir haben ihn gesehen und er uns! ;-)
Fernsehturm
Der Fernsehturm von Berlin gehört einfach zur Skyline. Eigentlich gehört es wohl auch zu einem ersten Berlin-Besuch, den Turm zu besteigen, oder besser mit dem Aufzug zu befahren. Der stolze Preis und die Glasscheibe rund um die Kuppel in luftiger Höhe verhinderte das aber erfolgreich. Stattdessen haben wir uns nach Plätzen umgeschaut, von welchen der Fernsehturm sich eindrücklich fotografieren liess. Diese Plätze sind alles andere als rar und die Motive, die unten zu sehen sind, sind keinesfalls meine Erfindungen, viel eher habe ich mich einmal mehr vom Internet inspirieren lassen und den Bildern meinen persönlichen “Touch” verleiht. Einige (naja, eher die meisten) davon, wurden als HDR weiterverarbeitet um ein bisschen farbliche Abwechslung in das Ganze zu bringen.
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Einige der klassischen Sehenswürdigkeiten
Die Stadt Berlin bietet unglaublich viel. In weniger als einer Woche ist lediglich ein winzig kleiner Teil abzudecken. An jeder Ecke befindet sich ein Museum, in jeder Strasse steht eine Kunst-Skulptur, in der ganzen Stadt gibt es interessante geschichtliche Fakten zu erkunden, nach jedem zweiten Schritt wird man förmlich aufgefordert, einen Schnappschuss einzufangen oder ein Objekt abzulichten. Um wenigstens einige Beispiele zu nennen: Die berühmte Skulptur mit dem Namen “Berlin”, Das Ratshaus, das Judendenkmal, das Mahnmal beim Parlament, der Berliner Hauptbahnhof, der eindrückliche Dom, das alte Museum, das Anne Frank Haus.
Berlin bietet für jedes Interesse etwas, egal ob Geschichtsinteressierter, Hobbyfotograf, Kunstliebhaber, kulinarischer Entdecker, Sportverrückter oder leidenschaftlicher Shopper. Sebstverständlich erlangt an vielen Plätzen in Berlin die Geschichte die Überhand, schliesslich ist Berlin eine durchaus geschichtsträchtige Stadt. So wird man da und dort zum Nachdenken ermuntert. In anderen Stadtteilen, spürt man das überaus schnelle Geschäftsleben oder kann emsige Touristen beobachten, wie Sie eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abhaken – vermutlich hat auch uns jemand in dieser Situation beobachtet. :-)
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Berlin bei Nacht
Berlin zeigt sich bereits am Tag von vielen Seiten, in der Nacht wirkt die Stadt rein optisch aber nochmals komplett anderst. Besonders für Fotografen ist Berlin bei Nacht ein Zückerchen, so rennen dann auch überall Leute mit ihren Stativen herum und versuchen, die Stimmung auf den Sensor zu bannen. Versucht habe auch ich es, der Erfolg dabei war jedoch nur mässig. Immerhin das Brandenburger Tor konnte ich in einer schönen Lichtstimmung einfangen und verewigen.
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Abschied und Rückreise
Viel zu schnell ist es passiert und wir fanden uns bereits am letzten Tag wieder. Kaum aus den Federn wurde nochmal ein feines Morgenessen genossen und dann hiess es auch schon bald wieder, das Auto aus der Tiefgarage zu holen und den Rückweg auf sich zu nehmen. Man muss schon gerne Auto fahren, wenn man sich in einer Woche zweimal eine Autofahrt von je 7h antut. Dennoch verlief auch die Rückreise ohne jegliche Zwischenfälle und so ging unser Strädte-Trip nach Berlin auch bereits wieder zu Ende.













































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