Airport Spotting
Heute stellte sich mir die Frage, was ich aus diesem Feiertag schönes machen könnte. Da sich der Verkauf meiner Kamera-Ausrüstung abzeichnet, war zumindest das Thema schnell klar – es sollte fotografiert werden. Und wo könnte man eindrücklicher Fotografieren als am Flughafen in Zürich?!
Nach ein wenig Recherche über das sogenannte Spotting am Züricher Flughafen, war mir schonmal bewusst, dass es wohl ettliche Spoting Punkte gab – quasi rund um den Flughafen und zusätzlich mitten drin auf der Zuschauer-Terrasse. Eine der bekanntesten Orte ist wohl der Heli Port (auch Heligrill genannt). Also habe ich diesen Standort in mein Navi getippt und bin losgefahren – ohne jegliche Erwartungen an diesen bisher unbekannten Ort. Ich wusste nicht, ob ich mir einen menschenleeren Platz vorstellen sollte oder ob da wohl auch heute der eine oder andere stand. Es stellte sich nach halbstündiger Anfahrt heraus, dass ich sowas von keine Ahnung hatte. Erstmal habe ich hunderte Autos am Strassenrand gesehen – ein Zeichen, dass es wohl schlau wäre, den nächst möglichen freien Platz zu benutzen. Nun stand ein 10min Fussmarsch vor mir – und schon von weitem entdeckte ich Menschenmassen am Zaun, der selbige vom Flughafengelände trennte. Niemals hätte ich an einem tristen Feiertag mit so vielen Leuten an so einem Platz gerechnet.
Die einen sassen in Ihrem Auto, hörten den Flughafen-Funk und starrten auf die Start- und Landepisten. Andere klemmten Ihre Kameras unter die Arme und sprinteten dem Maschendrahtzaun entlang, an welchem in regelmässigen Abständen Schilder befestigt waren, auf denen es hiess: “Fotografieren ja, Zaun durchschneiden nein!”. Entlang des Zauns waren immer mal wieder Öffnungen ersichtlich, die extra für die Aviatik-Fans eingebaut wurden und durch die jedes Objektiv durchpasste. Jedoch war die Anzahl dieser Löcher doch recht überschaubar. Das wilde Treiben vor diesem Zaun war äusserst eindrücklich – und ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal einen Start oder eine Landung gesehen.
Doch diese liess nicht lange auf sich warten. Kaum angekommen, dröhnten die Triebwerke eines riesigen Airbus durch die Luft. Der Flieger gewann stetig an Geschwindigkeit und hob in einem eindrücklichen Moment über den Köpfen der Anwesenden ab. Wow! Dummerweise war meine Kamera zu diesem Zeitpunkt noch im Rücksack verpackt und wie ich später erfahren sollte, war das der letzte richtig grosse Flieger, welcher für den heutigen Tag geplant war.
Ich machte mich also auf die Suche nach einem freien Loch, welches ich weiter hinten auch fand – und meine Sorge, dass unter Umständen vielleicht nichts los sein würde, löste sich in Windeseile auf. Ein Start nach dem anderen wurde durchgeführt – als ob die alle extra auf mich gewartet hätten. Es handelte sich wohl bei allen Flugzeugen um “Standard-Modelle”, die die eingefleischten Fans nicht begeistern konnte, ich als Anfänger konnte ihnen aber dennoch das eine oder andere abgewinnen. Mein gefundenes Loch lag direkt neben der Rollpiste zur Startbahn, an welcher sich zeige, dass auch Piloten Humor haben.
Ich meine zwar, dass der gute Herr sein iPhone falsch rum an die Scheibe hält, wenn er tatsächlich ein Foto schiessen wollte, das zweite Bild lässt aber eher darauf schliessen, dass er uns Fotografen wohl mal eben unterhalten wollte. Ahja, wer sich in dieser Zeit um die rollende Maschine kümmerte, kann ich übrigens nicht genau sagen. ;-)
An diesem Tag kam es dennoch auch zu ein paar ordentlichen Fotos – zumindest solchen, auf welchen man erkennt, dass es sich um Flieger handelt. Ich bin mir relativ sicher, dass das nicht mein letzter Besuch am Flughafen gewesen ist. Vielleicht lässt sich ja auch so das Verhältnis zwischen mir und den Flugreisen etwas besänftigen.



















Hallo! Super Föteli und du hesch echt s’Züg zum Schriftstellee!;-) I hoffe, dass i s nögst Mol debii si chan.
WOW – CreativeKusi @ Work! Echt cool gschribe und tolli Fotene für so en triste Tag!! S’nöchst mol chumi denn au mit (aber ohni Velo!!), bin a dem Spot scho 2x mitem Kolleg gsi, isch würkli cool!
Danke eu für euri Kommentär und natürlich für d’Kompliment! Ich ha scho gmerkt, dass ich nonig so d’Erfahrig mit dene Transportmittel han – aber was nöd isch cha jo werde. Und wer jetzt vo eu s’nögscht mol däbii isch, chönder jo uslose… :-))